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Menschenrechtsbeauftragte Kofler zum Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOT)
17. Mai 2018

Anlässlich des internationales Tages gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOT) heute am 17.05. erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Frau Dr. Kofler:

" Der Bundesregierung ist es wichtig, für eine Gesellschaft zu arbeiten, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt willkommen heißt, respektiert und akzeptiert – in Deutschland und in der Welt.

Ich freue mich, dass wir mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare am 30. Juni 2017 einen wichtigen Fortschritt erzielen konnten. Die Bundesregierung setzt sich seit mehreren Jahren systematisch mit geschlechtlicher Vielfalt, insbesondere mit der spezifischen Situation von trans- und intergeschlechtlichen Menschen auseinander. Der Nationale Aktionsplan gegen Rassismus, der im Juni 2017 neu aufgelegt wurde, ist um die Themen Homosexuellen- und Transfeindlichkeit erweitert worden.

Auch international tritt Deutschland für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) ein. So fördert das Auswärtige Amt zum Beispiel Menschenrechtsprojekte, die die Rechte von LSBTI-Menschen stärken. Im 70. Jahr der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) ist es mir wichtig zu betonen, dass „alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ sind (Art. 1 AEMR). Es handelt sich also nicht um „Sonderrechte“, wenn wir uns für die Stärkung der Anliegen von LSBTI-Menschen einsetzen: Denn es geht beispielsweise um den Einsatz für Nichtdiskriminierung, das Recht aus Meinungs- und Versammlungsfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Leider sind Erfahrungen von Anfeindungen, Hassbotschaften oder auch psychologische und physische Gewalt für viele LSBTI-Menschen an der Tagesordnung. In einigen Staaten drohen ihnen sogar Verhaftungen, Folter oder die Todesstrafe.

Ich möchte den heutigen Tag dafür nutzen, mich bei allen Menschen, die für Toleranz und Nichtdiskriminierung einstehen, zu bedanken! Ihre Arbeit ist wichtig. Lassen Sie uns gemeinsam für Vielfalt, Respekt und Toleranz einsetzen.


Hintergrund:

Der 17. Mai wurde von der Menschenrechtsorganisation IDAHO zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie erklärt. Deutschland und viele Staaten erkennen diesen Tag offiziell an und versuchen an diesem Tag durch Presseerklärungen und Veranstaltungen Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren. So engagiert sich Deutschland weiterhin in der so genannten „Kerngruppe“ in den Vereinten Nationen und hatte 2016 auch für die Menschenrechtsrat-Resolution gestimmt, die die Einrichtung einer gesonderten VN-Stelle im Bereich LGBTI für den internationalen Schutz vor Diskriminierung und Gewalt auf Grund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität (SOGI) gefordert hat.


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