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PM 2018 139 1

In Sachsen-Anhalt bleibt die Braunkohle wichtigster Energielieferant
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt - 13. Juni 2018

Im Jahr 2017 wurde in Sachsen-Anhalt in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung 9 132 Millionen Kilowattstunden Nettostrom erzeugt.(1) Das waren 496 Millionen Kilowattstunden bzw. 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Der Anteil von Strom aus heimischer Braunkohle an der Stromerzeugung blieb zum Vorjahr unverändert und leistete mit 55 Prozent weiterhin den wichtigsten Beitrag zur Stromerzeugung in Sachsen-Anhalt. Darauf folgte das Erdgas mit einem Anteil von 31 Prozent.

Erneuerbare Energien waren in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung mit 7 Prozent eher von geringer Bedeutung und kamen hier als Wasserkraft, feste Biomasse, Biogas und biogenen Anteil des Abfalls zum Einsatz.

Die Nettostromerzeugung in Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrug 38 Prozent an der Nettostromerzeugung insgesamt. Durch die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme in einer Stromerzeugungsanlage wird die entstehende Wärmemenge besser genutzt und ein höherer Wirkungsgrad erzielt.

In erdgas- und biogasbetriebenen Anlagen lag der durchschnittliche Anteil der Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung mit 91 Prozent am höchsten. In den Kohlekraftwerken betrug der KWK-Anteil lediglich 9 Prozent.

Die Nettowärmeerzeugung insgesamt in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung betrug 6 316 Millionen Kilowattstunden, 0,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Über die Hälfte der Wärmeerzeugung (56 %) erfolgte in mit Erdgas betriebenen Anlagen, gefolgt von Braunkohle mit 21 Prozent.

Der Energieträgereinsatz zur Herstellung von Strom und Wärme in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung wurde im Jahr 2017 in Sachsen-Anhalt mit 107 600 Terajoule (TJ) angegeben. In den mit Kohle betriebenen Kraftwerken wurden rund 4,9 Millionen Tonnen Braunkohle eingesetzt, 5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Einsatzmenge von Erdgas erhöhte sich zum Vorjahr um 1 Prozent und betrug 1 012 Millionen Kubikmeter.

Durch den Einsatz von fossilen Brennstoffen bei der Strom- und Wärmeerzeugung wurde in den genannten Kraftwerken ein Ausstoß von 8 000 Tausend Tonnen CO2 ermittelt und lag 6 Prozent über dem Wert des Vorjahres.




Aussagen über die gesamte Stromerzeugung in Sachsen-Anhalt können erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden, da Ergebnisse über die Stromerzeugung in Industriekraftwerken und die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien für das Jahr 2017 noch nicht vorliegen.

 

(1)  Erfasst wurden Daten von Kraftwerken der allgemeinen Energieversorgung mit einer Leistung größer 1 Megawatt (MW). Nicht
   einbezogen wurden Wind- und Photovoltaikanlagen, welche in der Erhebung über die Einspeisung von Strom erfasst werden.

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