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Gesundheits News: Tipps vom Frauenarzt zum leidigen Thema Scheidentrockenheit
10. Juli 2018

Foto: Ein vertrauensvolles Verhältnis zum Partner ist wichtig, wenn im Liebesleben Probleme auftauchen. / © djd/Kadefungin/Getty

Lustkiller Scheidentrockenheit

(djd). Brennen, Jucken und Hautreizungen im Intimbereich gehören zu den häufigsten gynäkologischen Problemen. Als Ursache kommen unter anderem Infektionen mit Darmkeimen bzw. Pilzen oder Allergien infrage, begünstigt etwa durch falsche Intimpflege oder eine geschwächte Abwehr. Oft werden die unangenehmen Symptome auch durch mangelnde Feuchtigkeit ausgelöst. "Viele Frauen - besonders nach der Menopause - leiden unter Scheidentrockenheit", erklärt Dr. med. Wolfgang Königer, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Berlin. "Diese führt nicht nur zu den genannten Beschwerden, sondern häufig auch zu Wundgefühl, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und kleineren Verletzungen. Durch den zugrunde liegenden Östrogenmangel kommt es zu einer Veränderung des Scheidenmilieus, aus der eine Fehlbesiedlung mit fremden Keimen und häufigere Infektionen resultieren können."

Gestörtes Liebesleben

Normalerweise kommt es während des Liebesspiels durch die Erregung zu einer vermehrten Sekretion von Feuchtigkeit in der Scheide. Diese dient als natürliches Gleitmittel und verhindert, dass Schmerzen, kleine Verletzungen und Blutungen entstehen. Klappt diese Befeuchtung nicht, ist es mit dem Spaß schnell vorbei. Betroffene Frauen vermeiden dann oft Zärtlichkeiten, was wiederum zu Frust beim Partner führen und die Beziehung empfindlich beeinträchtigen kann. Das gehäufte Auftreten von Scheidentrockenheit mit den Wechseljahren wird durch das Absinken des Östrogenspiegels verursacht. Das weibliche Hormon sorgt während der fruchtbaren Phase für die Befeuchtung, Zellerneuerung und Durchblutung der Scheidenhaut. Fehlt Östrogen, sind Trockenheitsgefühle, erhöhte Empfindlichkeit und leichtere Verletzbarkeit die Folge. Allerdings sind die Wechseljahre nicht immer schuld, denn eine Scheidentrockenheit kann sich auch durch die Einnahme der Pille ergeben.

Diagnose vor Behandlung

Bei anhaltenden Beschwerden empfiehlt der Gynäkologe, immer einen Arzt aufzusuchen. "Denn das Problem bei einer Selbstbehandlung ist, dass keine Untersuchung stattfindet und ein Medikament in der Apotheke nur nach der Schilderung der Beschwerden verkauft werden kann", warnt Dr. Königer. Besser sei eine gezielte Behandlung. Bei einer Infektion könnten dann je nach Art der nachgewiesenen Keime Vaginaltabletten und Cremes mit dem passenden Wirkstoff verordnet werden. "Liegt ein Hormonmangel vor, kann man mit niedrig dosierten, vaginal anzuwendenden Hormonpräparaten behandelt werden. Wird der Hormonmangel behoben, baut sich die Scheidenhaut nach und nach wieder auf, die Scheide wird besser durchblutet und befeuchtet", erklärt Dr. Königer. "Wenn kein Hormonmangel vorliegt, können hormonfreie Befeuchtungsgele oder -zäpfchen angewendet werden." Hormonfreie Präparate mit Hyaluronsäure wie KadeFungin Befeuchtungsovula sind auch für Frauen geeignet, die keine Hormone zuführen möchten oder dies wegen einer Krebserkrankung nicht dürfen. Sie sind rezeptfrei erhältlich und können auch über längere Zeiträume hinweg eingesetzt werden.
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