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Gesundheit News: Winterzeit ist Erkältungszeit
Bei Erkrankung sind Apotheken kompetente Ratgeber

 
(ak s-a, 28. Januar 2018). Die nasskalten Tage und der ständige Wechsel von Minus- und Plustemperaturen versetzen den Körper in einen permanenten Stresszustand. So wird er anfälliger für Husten, Schnupfen oder grippale Infekte. Viele Betroffene greifen bei einem leichteren Infekt zu rezeptfreien Arzneimitteln. Die Palette pflanzlicher und chemischer Wirkstoffe ist groß und hilft, leichte Beschwerden zu überwinden.

Doch es ist auch Vorsicht geboten: „Wer bei einer Erkältung rezeptfreie Medikamente einnimmt, sollte wissen, dass diese nicht immer so harmlos sind, wie es manchmal scheint. Beispielsweise können manche Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Naproxen unter bestimmten Bedingungen den Blutdruck steigen lassen“, erklärt Dr. Jens-Andreas Münch (Foto), Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt. Wer also unter zu hohem Blutdruck leidet, sollte sich vor der Einnahme genau informieren. „Um Komplikationen und Wechselwirkungen zu vermeiden, suchen Sie Rat in einer unserer landesweit rund 600 Apotheken. Sprechen Sie uns an, damit wir genau das richtige Mittel für Ihre Beschwerden finden“, rät der Apotheker zum persönlichem Gespräch in der Apotheke.

Im Gespräch wird der Apotheker schnell erkennen, ob es sich beim Husten wirklich um eine Erkrankung der oberen Luftwege handelt oder ob der Husten z.B. die Nebenwirkung eines anderen Arzneimittels ist. „Nicht selten verursachen bestimmte Herzmedikamente einen Reizhusten. Da hilft dann nur, gemeinsam mit dem Arzt eine alternative Arzneitherapie zu finden. Handelt es sich dagegen um einen tiefen festsitzenden Husten, dann lässt sich dieser mit einem Schleimlöser, wie z.B. Thymian, gut behandeln. Der erkältungsbedingte trockene Reizhusten dagegen benötigt einen Hustenstiller“, so Dr. Münch.

Schon diese wenigen Beispiele zeigen, wie risikobehaftet auch eine Selbstmedikation mit rezeptfreien Medikamenten ist. Manchmal wird vergessen, dass auch in der Selbstmedikation Arzneimittel angewendet werden, die nicht nur wirksam sind, sondern auch Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben können. Das Internet ist leider oft kein guter Ratgeber. „Wenn mir Patienten gegenüberstehen, die vorab gegoogelt haben, was ihnen helfen könnte, dann ist das häufig nicht unproblematisch. Denn individuelle Probleme und Befindlichkeiten oder z.B. zusätzlich eingenommene Arzneimittel werden bei diesen Recherchen selten berücksichtigt. Wenn ich dagegen jemanden anschaue und mit ihm persönlich spreche, bekomme ich viel umfassender mit, was dem Patienten fehlt, welches Medikament helfen kann oder welches vielleicht sogar schadet“, betont der Präsident den Vorteil der Vor-Ort-Beratung.

Und zusätzlich gibt es bei Erkältungskrankheiten nützliche Tipps zur Vorsorge und zur Stärkung des Immunsystems. „Wir empfehlen immer ausreichend Bewegung an der frischen Luft, geben Ernährungstipps und präventive Empfehlungen, wie häufiges Händewaschen“, nennt Kammerpräsident Münch einige Beispiele.


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