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Mitteldeutsches Physikertreffen 2018 Vortrag Prof. Thomas Brunner

Uniklinik Magdeburg: Fortschritte in der Strahlentherapie bieten neue Chancen für Patienten

Foto: Mitteldeutsches Physikertreffen 2018 - Vortrag Prof. Thomas Brunner



Mitteldeutsches Physikertreffen 2018 in Magdeburg

 

Im Januar 2018 trafen sich über einhundert Physiker am Universitätsklinikum Magdeburg zur 29. Weiterbildungsveranstaltung der Regionalsektion Mitteldeutschland der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) zum Thema „IMRT, IGRT - Neues und Bewährtes“.

 

Physiker aus den Kliniken berichteten über ihre Erfahrungen, aber auch neueste technologische Möglichkeiten der Industrie wurden vorgestellt und diskutiert. Einmal jährlich treffen sich die Mitglieder der DGMP aus der Region Mitteldeutschland jeweils an verschiedenen Klinikstandorten, aber auch interessierte Physiker aus weiterer Entfernung, um aktuelle Probleme, Fortschritte und praktische Erfahrungen auszutauschen und zu diskutieren. Die am weitesten angereisten Besucher kamen in diesem Jahr aus Freiburg im Breisgau. Speziell bietet dieses besondere Forum die Möglichkeiten, sehr enge Kontakte zu den Industriepartnern und auch neue enge Kontakte zwischen den Klinikphysikern selbst zu knüpfen.

 

Organisiert wurde das Treffen vom Leiter der Regionalsektion Prof. Dr. Ulrich Wolf aus der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums in Leipzig und vor Ort vom leitenden Medizinphysiker der Universitätsklinik für Strahlentherapie Magdeburg, Dr. Mathias Walke. Den Einführungsvortrag hielt der neuberufene Klinikdirektor Prof. Dr. Thomas Brunner.

 

Die Vorträge waren gekennzeichnet von klinischer Problemlösungsnähe und von industriellen neuen Lösungstechnologien und -angeboten auf breiter Ebene. Seit Einführung der  Intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT) und der bildgeführten Strahlentherapie (Image guided Radiotherapy/IGRT) etwa in der Zeit des Millenniumswechsels haben diese beiden Techniken eine rasante Entwicklung genommen und sich wie ein Baum mit verschiedenen Ästen in zahlreiche Verzweigungen entwickeln können. „Dadurch ist es möglich geworden, hochpräzise eine gewünschte Dosisverteilung am Tumorort zu erzielen“, betont Dr. Walke. Dies sei notwendig, um die Balance zwischen Tumorkontrolle und Vermeidung von Nebenwirkungen zu halten. Dadurch erschlossen sich für die Strahlentherapie neue Möglichkeiten und Indikationen und damit Chancen für die Patienten. Die Radioonkologie stellt dadurch verstärkt eine der tragenden Säulen der Tumortherapie neben der Chirurgie und der hämatologischen Onkologie dar, neuerdings ergänzt durch die hoffnungsvollen Fortschritte der Immuntherapie.

 

Dr. Walke: „Die vorgestellten Themen über Therapieoptionen kamen allgemein gut an. Es konnte und wurde bei jedem Beitrag offen diskutiert und mögliche Fragen wurden direkt beantwortet. Die aufgeschlosseneAtmosphäre machte das Treffen zu einem wichtigen Event im Bereich der medizinphysikalischen Veranstaltungen des Jahres 2018.“ Eine kleine Industrieausstellung ermöglichte in den Pausen auch das konkrete Gespräch mit den anwesenden Firmen. Die Organisation des Treffens wurde von der Firma ManagedPhysics (Volker Grützmann) übernommen.



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